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Jetzt weiß ich, was das Mädchen in Celia Amberly meinte, als es sagte: “Wenn er mich küsst, ist alles gut; dann bin ich wieder schön.” (S.35)


Wie Millionen anderen stand auch mir bei meiner Geburt noch alles offen. Aber dann wurde auch ich durch meine Umgebung und das Durchbrechen der Erbanlagen eingezwängt, verbogen, verkrüppelt. Auch ich werde ein paar Glaubenssätze finden, ein paar Lebensmaßstäbe und, obgleich gerade diese Befriedigung, sie zu finden, beeinträchtigt wird durch die Tatsache dieses äußert schalen, zweidimensionalen Lebens -, auch ein paar Wertvorstellungen. (S. 38)


Ach Gott, das Leben ist Einsamkeit, trotz all der Opiate, trotz der schrillen Fröhlichkeit sinnloser “Glitzerparties”, trotz der falsch grinsenden Gesichter, die wir alle aufsetzen. Und wenn man schließlich jemanden findet, bei dem man glaubt, man könne seine Seele ausschütten, hält man inne, schockiert über die eigenen Worte - sie sind so verrostet, so hässlich, so nichtssagend und wirkungslos, weil man sie so lange in diese kleine enge Dunkelheit in sich gesperrt hat. Ja, es gibt Freude, Erfüllung und Kameradschaft - aber die Einsamkeit der Seele in ihrer entsetzlichen Selbstbewusstheit ist grauenhaft und überwältigend. (S. 38/39)


Ich bin nicht so sentimental, wie ich klinge, aber warum zum Teufel wird man in diese glatte Erdbeer-mit-Sahne-Mutter-Gans-Welt hineinkonditioniert, in diese Alice-im-Wunderland-Märchen, wenn man sowieso auf dem Folterrad landet, kaum daß man älter und sich selbst bewusst wird als Individuum mit einer schwerwiegenden Verantwortlichkeit im Leben? […] Um sich bewusst zu werden, daß man irgendwie mithalten muß, auch wenn man Reichtum und Schönheit nicht für das Höchste hält. […] Um herauszufinden, daß du diese Leute nur willst, weil du sie nicht kriegst. (S. 41/42)


Du weißt, was auch immer du an Materiellem besitzt, es läßt sich nicht halten, es wird sich ebenfalls zersetzen und dir durch deine schwieligen und totenstarren Hände gleiten. Du wirst im Boden verfaulen, also sagst du, zum Teufel was soll’s? Wen kümmert’s? Aber dich kümmert’s, irgendwie willst du nicht bloß ein Leben führen, das einfach so getippt werden könnte, das in knappen Umrissen aus dem Ärmel geschüttelt werden könnte: “Sie war so und so ein Mädchen. …” Und das nach höchstens 25 Wörtern endet. Du willst so viele Leben wie möglich… du bist Kapitalistin, immer gewesen… und weil du achtzehn bist, weil du immer noch verletzbar bist, weil du immer noch nicht an dich glaubst, redest du ein bißchen keck daher, ein bißchen zu klug, nur zur Tarnung, damit man dir keine Sentimentalität vorwirft oder Gefühlsduselei oder weibliche Taktiken. Du verstellst dich, damit du über dich selbst lachen kannst, solange noch Zeit ist. (S. 47)


“Der Fels strahlte eine solche Hitze aus, eine so starke und angenehme Wärme, daß er mir fast wie ein menschlicher Körper vorkam. […] Die Sonne sickerte in jede Pore, erfüllte all meine verdrossenen Fasern mit einem wunderbar leuchtenden, goldenen Frieden.” (S. 49)


”(…) daß dies alles definiert wird durch das Wesen, das es betrachtet.” (S. 51)

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